Augenglasbestimmung

Die optimale Brille oder die perfekten Kontaktlinsen sind immer individuelle Ergebnisse, die maßgeblich von Ihren Bedürfnissen und Sehanforderungen abhängen. Eine Befragung zum Beispiel zu Ihrer ausgeübten Tätigkeit und anderen korrektionsrelevanten Kriterien führt dazu, dass wir uns ein Bild über die unterschiedlichen Arbeitsentfernungen, in denen Sie ein optimales Sehen benötigen, machen können. Hierzu ist es auch wichtig, die bisher getragenen Sehhilfen zu vermessen, den Glastyp zu ermitteln und die eingeschliffenen Mittelpunktsabstände festzustellen und auszuwerten.

Analyse des visuellen Bedarfes

Eine Augenglasbestimmung wird durchgeführt, um die Optik des Auges zu analysieren und eventuelle Abweichungen vom Optimum zu erkennen und daraufhin zu korrigieren. Diese Abweichungen werden mit optisch-physikalischen Prüf- und Messverfahren ermittelt. Die Augenglasbestimmung steht immer am Anfang des Brillen- oder Kontaktlinsenkaufes!

Objektive und subjektive Augenprüfung

Eine typische Messbrille für die Augenglasbestimmung.
Die typische Messbrille zur Augenglasbestimmung.

Die objektive Augenprüfung wird bei uns im Hause mit Hilfe von automatischen Refraktome

tern durchgeführt. Dabei werden auch die brechenden Medien des Auges auf Transparenz geprüft. Bei der subjektiven monokularen Fernprüfung
wird die Messbrille vor dem Auge zentriert, um die so genannte freie Sehschärfe zu ermitteln. Dann wird das beste sphärische Glas bestimmt. Anschließend prüfen wir, ob beim betreffenden Auge auch eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) das Sehen beeinträchtigt, die gegebenenfalls korrigiert werden muss. Nach dem „sphärisch-astigmatischen Feinabgleich“ und dem Vermessen des zweiten Auges, schließt sich die binokulare Prüfung an – denn das perfekte Sehen braucht mehr als nur die beste Sehschärfe: Deswegen testen wir auch das beidäugige Sehen und das Zusammenspiel beider Augen.

Subjektive binokulare Fernprüfung

Als Erstes prüfen wir wie beschrieben monokular – wenn auch unter binokularen Bedingungen. Dann führen wir einen Feinabgleich durch, so dass wir bei Ihnen zwischen dem rechten und linken Auge ein Sehgleichgewicht (Isovalenz) herstellen. Das geschieht dadurch, in dem wir Unterschiede in der Schärfe und im Kontrast angleichen.
Anschließend prüfen wir auf Winkelfehlsichtigkeit. Liegt eine Winkelfehlsichtigkeit vor, korrigieren wir diese und stellen nach Möglichkeit eine Isovalenz her. Diese Untersuchung wird in der Regel nicht nur einmal durchgeführt.

Subjektive binokulare Nahprüfung

Bei der Nahkorrektur berücksichtigen wir die Gebrauchsentfernung in Abhängigkeit von der Sehleistung und der Akkommodation. Nach dieser Datenerhebung erfolgt die Festlegung des vorläufigen Nahzusatzes. Dann prüfen wir monokular unter binokularen Bedingungen das Sehgleichgewicht in der Nähe und nehmen einen Feinab

gleich vor. Sind dabei Störungen im beidäugigen Sehen erkennbar, prüfen wir hier zusätzlich die Winkelfehlsichtigkeit in der Nähe.
Alle diese Messergebnisse werden ausgewertet und auf Ihre Bedürfnisse hin bewertet. So können die späteren Korrektionswerte immer unter Berücksichtigung der individuellen visuellen Anforderungen festgelegt werden.